Stadtbahn

Die Bezeichnung „Stadtbahn“ wird nicht einheitlich verwendet. Man könnte sagen, dass es sich um eine Mischform zwischen Straßenbahn und U-Bahn handelt.

Auf oberirdisch wie unterirdisch verlaufende, kreuzungsfreie Abschnitte mit eigenem Bahnkörper folgen z. B. in den Systemen von Bonn oder Düsseldorf immer auch Abschnitte im Straßenverkehr. In der Regel sind Stadtbahnstrecken deutlich länger als die der Straßenbahn. Stadtbahnen verkehren ebenfalls nach den Regeln der BOStraB. Allerdings sind sie hinsichtlich des Signalsystems zumindest abschnittsweise mittels Zugbeeinflussung gesteuert – im Gegensatz zu den reinen Straßenbahnen.

Eine Besonderheit stellen Zweisystem-Stadtbahnen dar, die wie in Karlsruhe, Saarbrücken, Chemnitz, Zwickau oder Kassel sowohl auf Straßenbahnschienen als auch auf den Strecken der „echten“ Eisenbahn unterwegs sind.

Stadtbahnen wie auch Straßenbahnen liegen hinsichtlich ihrer Kapazität (sowohl je Fahrzeug / Zug als auch je Stunde) unter den U- und S-Bahnen. Die Fahrzeuge fallen auch deutlich kleiner aus. Es gibt eine große Vielzahl an Stadt- und Straßenbahnfahrzeugen, als ein Beispiel greife ich die Stadtbahn Stuttgart heraus: Dort können zwei Fahrzeuge gekuppelt werden, die dann knapp 80 m Gesamtlänge ergeben, bei einer Breite von 2,65 m.

Bei einer S-Bahn (Beispiel: Baureihe ET 423) können (sofern es die Bahnsteiglänge zulässt), 3 Fahrzeuge gekuppelt werden. Gesamtlänge: rund 200 Meter, Breite: 3 Meter.

Die Stadtbahn in Stuttgart wird mit einem „U“ gekennzeichnet.
28 der 137 Streckenkilometer verlaufen im Tunnel.
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