Weitere Verkehrsmittel und Dienste

Besondere Verkehrsmittel

Es gibt in einigen Fällen noch besondere Verkehrsmittel, die in die Verkehrsverbünde integriert worden sind. Beispiele:

Bedarfsverkehre

Hier verlassen wir die bisherige Systematik, denn bei Bedarfsverkehren handelt es sich um Bedienungsformen und nicht um besondere Verkehrsmittel.

Rufbusse und Anruf-Sammel-Taxis sind Beispiele für spezielle Bedienformen, und diese können Sie unter den verschiedensten Bezeichnungen finden. Die Verkehrsmittel fahren nur, wenn ein Fahrgast es wünscht. Er muss sich dann vorher anmelden. Je nach Typ des Bedarfsverkehrs ist die Anmeldefrist länger oder kürzer, gibt es definierte Fahrpläne oder nicht, ist die Wegstrecke geregelt oder frei gestaltbar.

Bedarfsverkehre spielen im Gesamtgeschehen eine minimale Rolle und dienen im ländlichen Raum ausschließlich der Daseinsvorsorge. In städtischen Gebieten kommen sie ggf. zu den verkehrsschwachen Zeiten in Einsatz. Dennoch sind sie letztlich das Sahnehäubchen im gesamten System des Öffentlichen Personennahverkehrs, denn mit ihnen lässt sich wirklich das letzte Dorf erreichen, egal wie abgelegen es auch sein mag.

 

Weitere Dienste

In zunehmendem Maße integrieren die Verbünde oder zumindest einzelne große und innovative Verkehrsunternehmen Mietfahrrad-, E-Scooter-, Carsharing- und Ridesharingdienste in ihre Angebote. In diesen Markt steigen derzeit auch die großen Automobilhersteller ein. Diese Angebote ergänzen dann das ÖPNV-Angebot, sie sind einfach zu buchen und zu nutzen. Beispiele sind der BerlKönig / Muva in Berlin, switchh in Hamburg oder bundesweit das DB-Unternehmen Flinkster. Für Stammkunden des ÖPNV kann es deutliche Rabatte geben.

Der Markt im Bereich der flexiblen Bedienformen ist durch Ausschreibungen, neue technische und rechtliche Rahmenbedigungen und neue Marktteilnehmer derzeit sehr stark im Umbruch. Beinahe täglich hört und liest man von neuen Angeboten, Pilotprojekten und Konzepten – und von deren Einstellung. Unternehmen wie Uber, BlaBlaCar, Moia, Ioki, Moovel, car2go und DriveNow kommen auf den Markt und die Grenzen zwischen ÖPNV, Taxi, Carsharing und Sammeltaxi verschieben sich und verschwimmen. Das Ganze wird überlagert von den ersten Versuchen mit dem autonomen Fahren auf der Straße, der grundlegenden Änderung der Antriebstechnologien und den neuen Möglichkeiten der IT. Auch die gesetzlichen Grundlagen ändern sich, insbesondere wurde das für diesen Bereich geltende Personenbeförderungsgesetz grundlegend überarbeitet, um diesen neuen Bedienformen einen entsprechenden Rahmen zu geben.

 

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