Merkmale von Verkehrsverbünden

  • In einem vollwertigen Verkehrsverbund können Sie mit einem Verbund-Fahrausweis alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen: Nahverkehrszüge einschließlich S-Bahnen, Busse, Straßenbahnen, Stadtbahnen und U-Bahnen.[i] Fernverkehrszüge hingegen sind normalerweise nicht Bestandteil des Verkehrsverbundes.[ii]
  • Ein weiteres Merkmal von Verkehrsverbünden sind die ausgeprägten Taktverkehre zumindest in den dicht besiedelten Gebieten. Stundentakte sind dort eher die Ausnahme, hier redet man von 15-, 10- oder 5-Minuten-Takten, teils sogar noch dichteren Frequenzen bei der Überlagerung von Linien.
  • Es gibt abgestimmte Fahrpläne zwischen den verschiedenen Verkehrsunternehmen und den unterschiedlichen Verkehrsmitteln.
  • Jedes Verkehrsmittel hat eigene Liniennummern, die überall auch kommuniziert werden.
  • Die Verknüpfungspunkte der verschiedenen Verkehrsmittel, also die Umsteigebahnhöfe, sind verkehrsoptimiert gebaut. Das heißt, im Idealfall verfügen sie über sehr kurze Wege, verständliche Wegeleitung, sind frei von Autoverkehr und überdies barrierefrei erschlossen.
  • Oft gibt es auch gemeinsame Qualitätsstandards: Diese beinhalten beispielsweise einheitliche Kriterien der Fahrgastinformation, das Verhalten des Personals, die Gestaltung von Haltestellen und das Design der Fahrzeuge.
  • Das Verkehrsangebot wird von mehreren (je nach Verkehrsverbund auch: Dutzenden) verschiedenen Verkehrsunternehmen bereitgestellt, die miteinander kooperieren.

 

Anmerkungen

[i]         Es gibt auch Verkehrsverbünde, in denen die Eisenbahn (also: Nahverkehrszüge und S-Bahnen) nicht beteiligt ist. Oft werden diese dann als „Verkehrsgemeinschaft“ bezeichnet.

[ii]        Es gibt in einigen Verkehrsverbünden eng begrenzte Ausnahmeregelungen, in denen der der Fernverkehr zu bestimmten Konditionen nutzbar ist.

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