Allgemeingültige Spielregeln

  • Innerhalb jedes Verkehrsverbundes gibt es eigene Verbund-Fahrausweise. Es handelt sich pro Verbund um einen jeweils eigenständigen Tarif.
  • Innerhalb jedes Verkehrsverbundes können Sie mit einem Fahrausweis unterschiedliche Verkehrsmittel nutzen, unabhängig vom Verkehrsunternehmen. Nutzbar sind in aller Regel alle Linien und Unternehmen des ÖPNV (also Busse, Straßenbahn, Stadtbahn, U-Bahn, teils auch Fähren).[i]
  • Auch die Verbindungen mit der Eisenbahn (also S-Bahn, Regionalbahn, Regionalexpress und vergleichbare Nahverkehrszüge) sind innerhalb eines Verkehrsverbundes mit der Verbundfahrkarte dann nutzbar, wenn es sich um einen echten Verkehrsverbund mit Vollintegration der Bahn handelt, was auch sehr häufig und bei allen großen Verbünden Deutschlands der Fall ist.
  • Der Fernverkehr der Eisenbahn hingegen ist nur in wenigen Ausnahmefällen und dann mit besonderen Fahrausweisen oder in besonderen Situationen in Verkehrsverbünde integriert.
  • Vor Fahrtantritt braucht man einen gültigen Fahrausweis (oder beim elektronischen Tarif zumindest eine Fahrtberechtigung). Kauf im Fahrzeug ist nur in folgenden Fällen möglich und muss dann unverzüglich nach dem Einsteigen stattfinden:
    • Kauf beim Busfahrer oder
    • Kauf am Automaten im Fahrzeug, wie es bei manchen Bussen, Zügen und Straßenbahnen der Fall ist.
  • Bestimmte Fahrausweise werden nur durch einen Entwerteraufdruck gültig.
  • Es gibt Fahrausweise, insbesondere Einzelfahrscheine und Kurzstreckentarif, die sofort nach dem Kauf nur eine bestimmte Zeit lang gültig sind, oft geht es um eine halbe bis wenige Stunden. Je kürzer die Strecke, desto kürzer die Gültigkeit.
  • Kaufmöglichkeiten für Fahrausweise: Automaten der Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen und städtischen Verkehrsbetriebe, Onlineshops im Internet, Verbund-App, für viele Verbünde über den DB Navigator, Busfahrer, Kundenzentren und oft auch Kioske.
  • In Bezug auf die Tarifsystematik ist das gesamte Tarifgebiet in Zonen, Waben, Stufen oder Ringe aufgeteilt ist. Der Preis bemisst sich häufig nicht nach der Entfernung in Kilometern, sondern nach Anzahl durchfahrener Zonen/Ringe/Waben. Und in jedem dieser Räume gibt es häufig nicht nur eine, sondern sehr viele Haltestellen. Fahrausweise werden dann oft nicht auf eine bestimmte Start- und Zielhaltestelle ausgestellt, sondern eher mit Preisstufen oder der Bezeichnung der Zonen (also beispielsweise von Zone X nach Zone Y).
  • Praktisch jeder Verkehrsverbund führt mindestens Einzelfahrausweise, Mehrfahrtenkarten und Tagestickets, Kurzstreckenfahrkarten und Zeitkarten in seinem Fahrkartensortiment. Diese sind dann weiter differenziert nach Mitnahmemöglichkeit, Gültigkeit ab einer bestimmten Uhrzeit oder für bestimmte Zielgruppen, Zugehörigkeit zu Tarifzonen oder -waben. Einige spezielle Ticketarten, die typisch für Verbünde sind, werden später besprochen.
  • Zeitkarten gibt es in Verbünden in einer großen Vielfalt. Neben den üblichen Wochen-, Monats- und Jahreszeitkarten existieren ggf. auch Angebote, die für 3 oder 6 Monate gelten oder erst ab 9 Uhr. Eine Übersicht der Angebote zahlreicher Verbünde steht im Pendlerportal der DB[ii] und natürlich auf den Internetseiten der jeweiligen Verbünde.
  • Ländertickets gelten in allen Verkehrsmitteln des ÖPNV und SPNV.
  • BahnCards werden teils anerkannt, teils nicht – hier ist ein Blick in die Konditionen der BahnCard[iii] nötig oder in die Tarifbestimmungen des jeweiligen Verbundes.
  • Bei Fahrten über die Verbundgrenzen hinaus oder von einem Verbund in den nächsten gelten bestimmte Regeln.

 

Anmerkungen

[i]         Werksverkehre, reine Schulbusverkehre und touristische Stadtrundfahrten, Park- und Museumseisenbahnen sind hingegen nicht Bestandteil von Verbundverkehren.

[ii]        Kurzlink-URL: https://t1p.de/63×9+ (Stand 2.4.2024).

[iii]        Kurzlink-URL: https://t1p.de/83uqw+ (Stand 2.4.2024).

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