Entwertung

Bestimmte Fahrkartentypen in Verkehrsverbünden sind vor Beginn der Fahrt abzustempeln – im allgemeinen Sprachgebrauch: zu entwerten. Dahinter steht, dass wegen der hohen Fahrgastzahlen und den oft kurzen Reiseweiten eine systematische Kontrolle durch Personal wirtschaftlich gesehen kaum durchführbar ist.

Das Wort „entwerten“ ist eigentlich nur teilweise korrekt – in Wirklichkeit machen Sie durch den Stempelaufdruck das Ticket für die bevorstehende Fahrt erst wirklich gültig.

Zum Entwerten gibt es ein spezielles Stempelgerät („Entwerter“). Dieses steht bei der Eisenbahn und U-Bahn normalerweise entweder an den Bahnsteigzugängen oder auf den Bahnsteigen selbst. In Bussen und Straßenbahnen hingegen sind die Entwertergeräte üblicherweise in den Fahrzeugen eingebaut. Bei der Entwertung bekommt der Fahrausweis einen Aufdruck, auf dem mindestens Uhrzeit, Datum und Standort des Geräts für das Prüfpersonal ersichtlich sind.

Leider gibt es keine einheitliche Regelung, ob und für welche Tickets die Entwertung nötig ist. In der Regel betrifft eine Entwertung folgende Papiertickets in Verkehrsverbünden, die Sie am Automaten oder über Verkaufspersonal erworben haben:

  • Einzelfahrausweise,
  • Kurzstreckentickets,
  • Mehrfahrtenkarten und Streifenkarten.

Doch das ist nicht unbedingt und zwingend so, denn teils werden derartige Tickets bereits entwertet verkauft. Das bedeutet, dass die nötigen Informationen bereits beim Kauf auf dem Ticket stehen. Es bedeutet aber auch, dass Sie diese bei Kauf bereits entwerteten Tickets nicht im Vorverkauf auf Vorrat kaufen können, sondern sofort nutzen müssen.

Um herauszufinden, ob und welche Tickets zu entwerten sind, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • In den Tarifbestimmungen nachlesen,
  • beim Kauf am Automaten die Hinweise am Display beachten,
  • auf der Fahrkarte den entsprechenden Hinweis lesen,
  • beim Kauf im Kundencenter oder beim Busfahrer fragen.

Grundsätzlich ist das Entwerten eine Fehlerquelle: man kann es vergessen oder versehentlich verkehrt abstempeln (Ticket falsch herum einlegen, oder die verkehrte Zahl an Streifen abstempeln). Weshalb diese Technik noch nicht abgeschafft ist? Einerseits wollen viele Menschen auf den Rabatt bei Mehrfahrtenkarten / Steifenkarten nicht verzichten, andererseits gibt es einen hohen Prozentsatz an Menschen, die Papiertickets nutzen wollen anstelle von digitalen Fahrausweisen.

Und um das Entwerten generell herumzukommen, nutzen Sie am besten das Handyticket über die Verbund-App oder den DB Navigator, oder, falls vorhanden, das E-Ticket.

Ein Entwertungsgerät – in aller Regel stehen diese an Zugängen zu Bahnsteigen, gut sichtbar und manchmal auch mitten im Weg, alternativ auch in Bussen und Straßenbahnen. Oft sind sie, wie hier im Bild, in Kombination mit einem Fahrausweisautomaten zu finden.

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