Ankommen

Und nun ist das Ziel nicht mehr weit, nach einer hoffentlich angenehmen Fahrt, in der Sie Ihre Zeit so nutzen konnten, wie Sie es wollten.

Das Personal oder die automatische Fahrgastinformation wird den nächsten Bahnhof rechtzeitig ansagen, ebenfalls erscheinen im Zug auf den Displays oder Monitoren Hinweise auf den nächsten Bahnhof und die Umsteigemöglichkeiten. Auch die Ausstiegsseite wird angesagt und/oder angezeigt.

Nun ist es Zeit, zusammenzupacken, nichts zu vergessen[i] und zur nächstgelegenen Tür zu gehen.

 

Aussteigen

Wenn der Zug am Bahnsteig hält, gibt der Lokführer/die Lokführerin die Türen frei. In aller Regel werden sie sich nur auf Knopfdruck und nicht von selbst öffnen. Es kann einige Sekunden dauern, bis die Türtaster aktiviert sind und Sie als Fahrgast die Türen auch tatsächlich öffnen können.

Ein paar Punkte sind beim Aussteigen wichtig:

  • Befindet sich der Bahnsteig auf der angesagten Ausstiegsseite? Auf der verkehrten Seite besteht Verletzungs-, wenn nicht gar Lebensgefahr. Normalerweise ist es nicht möglich, auf der Seite ohne Bahnsteig die Tür zu öffnen, aber die Lokführerin/der Lokführer könnte versehentlich auch auf der verkehrten Seite die Tür freigeben. So etwas kommt extrem selten vor, ist aber nicht völlig ausgeschlossen.
  • Auf kleinen Nebenstrecken kommen sogenannte Bedarfshaltestellen vor. Das bedeutet, dass der Zug nur dann hält, wenn Sie, ähnlich wie beim Bus, zuvor eine Haltewunschtaste gedrückt haben. Dieser Knopf ist ein anderer als der Türöffner! Bedarfshalte werden angesagt und die Fahrgäste werden aufgefordert, zuerst die Haltewunschtaste zu drücken. Dann hält der Zug und sie können den Türknopf bedienen.
  • In seltenen Fällen ist der Zug länger als der Bahnsteig. Dann wird der Lokführer/die Lokführerin durchsagen, dass die hinteren Türen verschlossen bleiben und Sie müssen einige Türen weiter nach vorn gehen.
  • Ist die Tür möglicherweise defekt und lässt sich nicht öffnen? In diesen Fällen klebt an ihr ein auffälliger gelber Zettel. Die Nachbartür ist dann hoffentlich funktionsfähig, doch der Weg dorthin kann etwas dauern.
  • Sollte der Lokführer/die Lokführerin eines Triebfahrzeugs im Nahverkehr die Türen versehentlich nicht freigeben, nehmen Sie direkten Kontakt über die Sprechstelle auf. In Zügen des Fernverkehrs ist Zugpersonal an Bord, das sich dann um das Öffnen der Türen kümmert.

Auch beim Aussteigen spielt der Spalt zwischen Zugtür und Bahnsteig eine Rolle. Es ist die gleiche mögliche Gefahrenstelle wie beim Einsteigen. Auch wenn viele Züge inzwischen ausfahrbare Trittbretter haben, so ist dies nicht überall und immer so. Also: Augen auf, ggf. an den Haltegriffen festhalten und helfen lassen.

 

An Ihren Zielort kommen

Auf dem Bahnsteig gibt es eine Wegeleitung Richtung „Ausgang“, die sich, zumindest bei größeren Bahnhöfen, nach Treppe, Aufzug oder Rolltreppe unterscheiden.

Viele Bahnhöfe verfügen über mehrere Ausgänge. Typische Bezeichnungen in der Wegeleitung sind „City“, „Innenstadt“, „Busbahnhof“, auch Straßennamen oder markante Plätze und Sehenswürdigkeiten sind angeschrieben.

Welches der richtige Ausgang für Sie ist?

  • Möglicherweise ist er in einer Wegebeschreibung angegeben.
  • Umgebungs- und Stadtpläne in Vitrinen bieten Orientierung.
  • Gelegentlich befindet sich eine Tourist-Information im Bahnhof.
  • Das Bahnhofspersonal erteilt Auskünfte.
  • Auch ortskundige Fahrgäste können weiterhelfen.

Wer am Zielbahnhof in den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen will, erhält die wichtigsten Informationen dazu aus der Reiseverbindung. Oft liegen die Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof oder sie sind zumindest in Sichtweite. Sie richten sich einfach nach der Beschilderung zur U-Bahn, Tram oder zum Bus – nicht selten sind schon die jeweiligen Linien in der Wegeleitung im Bahnhof angegeben. Auch das Taxi ist ausgeschildert.

 

Anmerkung

[i]         Falls Sie doch einmal etwas vergessen haben sollten: Fundsachen regelt jedes Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen in eigener Regie, teils bedienen sie sich des Fundservices der DB. Informationen stehen auf der Website der jeweiligen Unternehmen.

 

So sieht das Schild aus für eine verschlossene, nicht benutzbare Türe.
Mit diesem Hinweiszettel auf gelbem Papier ist bei der DB eine defekte Tür gekennzeichnet. Das Bild verdeutlicht auch, dass dieser Hinweis angesichts der Türgröße und der Reflektionen nicht immer ganz einfach zu erkennen ist.
Der Weg zum Ausgang und zu den ÖPNV-Anschlüssen ist in den meisten Bahnhöfen sehr gut ausgeschildert.
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