Schienenersatzverkehr

Insbesondere Bauarbeiten führen manchmal dazu, dass in einem bestimmten Streckenabschnitt keine Züge fahren können. Stattdessen verkehren beispielsweise Busse. Und obwohl es sich um eine Ausnahmesituation handelt, fahren die Busse nach Plan, d. h. die Verbindung ist auch als Fahrplan hinterlegt.[i]

Dafür gibt es den Begriff „Schienenersatzverkehr“. Die Abkürzung dafür, die allgemein gebräuchlich ist, lautet „SEV“. Üblich sind auch Bezeichnungen wie „Ersatzverkehr“, „Busersatz“, „Ersatzbus“ oder nur „Ersatz“.

Wie auch immer der Name lauten mag: Ein Schienenersatzverkehr ist einerseits erfreulich, denn es geht immerhin weiter, andererseits gibt es Nachteile wie schwierige Orientierung, erhöhten Kommunikations- und Informationsaufwand und oft auch deutlichen Zeitverlust. Denn ein SEV bedeutet einen System- und Betreiberwechsel, nämlich von der Schiene zur Straße, von einem Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen zu einem sonstigen (z. B. kommunalen oder privaten) Bus-Verkehrsunternehmen.

Ersatzverkehre finden fast immer mit dem Bus statt. Doch manchmal gibt es auch Ausnahmen, und man kann eine parallel verkehrende U-Bahn oder Straßenbahn nutzen, mit deren Betreiber das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen einen Beförderungsvertrag abgeschlossen hat. In diesen Fällen sind die Herausforderungen etwas geringer, deswegen wird diese Variante hier nicht näher betrachtet. Wer mit einem Bus-SEV klarkommt (und das ist möglich!), dem gelingt ein Ersatzverkehr durch U-Bahn oder Straßenbahn allemal.

 

Anmerkung

[i]         Informationen zum ungeplanten „Busnotverkehr“ im Abschnitt „Unregelmäßigkeiten„.

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