Was die Bahn bei SEV tut

Information der Fahrgäste

Das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen stellt die Informationen rund um den Schienenersatzverkehr zur Verfügung, sodass die Fahrgäste vor und während der Fahrt informiert sind. Das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen verbreitet diese Informationen nicht nur über die eigenen Kanäle, sondern nutzt auch andere Medien, dazu gehören insbesondere die Printmedien, Radiosender, manchmal auch regionale Fernsehsender und im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs auch die Verkehrsverbünde.

 

Planung und Organisation

Ersatzverkehre werden genauso detailliert geplant wie der Bahnverkehr. Es gibt für jede Busfahrt eine eigene Nummer und einen Fahrplan. Des Weiteren werden Dienstpläne und Umlaufpläne für die Busse erstellt, Kapazitäten berechnet, Routen und Anschlusszeiten festgelegt. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem beauftragten Busunternehmen. Bei größeren Ersatzverkehren arbeiten zahlreiche Busunternehmen daran, die Leistungen zu erbringen; in solchen Fällen ist die Koordination über eine Leitstelle und vor Ort erforderlich.

Erfolgskritisch sind die Ortskenntnisse der Busfahrerinnen und -fahrer, denn diese bewegen sich bei Schienenersatzverkehren oft abseits der üblichen bekannten Routen. Somit erhält das Busfahrpersonal im Idealfall nicht nur aussagekräftige Unterlagen und eine Einweisung, sondern zusätzlich werden Probefahrten durchgeführt.

 

Konzepte entwickeln

Schienenersatzverkehre wurden im Bahnbereich erstmals bei der S-Bahn München systematisch und dauerhaft standardisiert: Feste Haltestellen[i] wurden definiert und mit einem eindeutigen Symbol markiert und ausgeschildert, der Fußweg dorthin ausgemessen, die Übergangszeiten zwischen Zug und Bus festgeschrieben, die Wegstrecke für die Busse und deren Fahrzeiten vorgeplant. Viele Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen haben nun solche Pläne in den Schubladen liegen, sie werden dann aktiviert, wenn ein Schienenersatzverkehr ansteht. Dann werden nur noch notwendige Aktualisierungen vorgenommen, beispielsweise, wenn Bauarbeiten auch auf den Straßen stattfinden.

Für alle Bahnhöfe der DB InfraGO AG liegen inzwischen Pläne vor, wo sich die SEV-Haltestelle befindet.

Des Weiteren schließen die Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen Verträge mit Busunternehmen ab, die die Leistungen erbringen sollen. Je nach Größe und Organisation des Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmens sind das zahlreiche Verträge mit einzelnen Busunternehmen, oder nur einer mit einem führenden Busunternehmen, das seinerseits dann Subunternehmer einsetzt.

Außerdem entwickeln die Unternehmen Konzepte zur Kommunikation zwischen den Unternehmen, da die üblichen Wege nicht funktionieren. Insbesondere müssen die Disponentinnen und Disponenten in den Leitstellen von Zug und Bus eine direkte Verbindung haben, die in der Regel nicht systemgestützt möglich ist, sondern „nur“ mittels Handy oder Telefon.

Ferner wird intensiv daran gearbeitet, die beiden unterschiedlichen Systeme Bus und Schiene noch deutlich enger miteinander zu verknüpfen. Dazu gehört beispielsweise, die Daten der rechnergestützten Betriebsleitsysteme der Busse in die Bahn-Auskunft einzuspielen, sodass auch Informationen zu den Bussen in Echtzeit zur Verfügung stehen.

 

Anmerkung

[i]         Zu den Plänen über die Kurzlink-URL https://t1p.de/ask5+
(Stand 30.3.2024).

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