Einteilung nach räumlicher Gültigkeit

  • Netzkarten oder Pauschalpreistickets gelten in einem bestimmten Netz, also auf mehreren Eisenbahnstrecken, für eine unbegrenzte Zahl von Fahrten innerhalb eines bestimmten Zeitraums in bestimmten Verkehrsmitteln. Manchmal sind auch Verkehrsmittel des Öffentlichen Personennahverkehrs[i] (Busse, U-Bahn, Straßenbahn) mit enthalten. Beispiele für derartige Fahrkarten:
    • das Deutschlandticket incl. seiner Varianten – gültig in allen Nahverkehrsmitteln Deutschlands – also alles außer Fernverkehr
    • alle Ländertickets[ii] sowie die im angrenzenden Ausland gültigen Varianten Bayern-Böhmen Ticket sowie Sachsen-Böhmen-Ticket, – gültig in allen Nahverkehrsmitteln des jeweiligen Gebiets – also alles außer Fernverkehr
    • die BahnCard 100, gültig u. a. in allen Zügen der Deutschen Bahn und allen Verkehrsmitteln der Verbünde in ganz Deutschland – also einschließlich Fernverkehr
    • Tageskarten in Verkehrsverbünden, – gültig in allen Nahverkehrsmitteln des Verbunds – also alles außer Fernverkehr (u.U. ist Fernverkehr optional)
    • Tageskarten der Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen für ihr jeweiliges Netz; Beispiele: Guten Tag Ticket der Bayerischen Regiobahn oder das waldbahn-TagesTicket der Länderbahn/Regentalbahn.
  • Relationsbezogene Fahrausweise oder Einzelfahrkarten gelten für eine Fahrt von einem Startbahnhof zu einem Zielbahnhof und ggf. auch wieder zurück. Dabei kann die Strecke exakt festgelegt sein oder Spielräume aufweisen. Auch hinsichtlich der zeitlichen Gültigkeit kann es Spielräume geben oder es besteht Zugbindung. Ein paar konkrete Beispiele:
    • Es gibt im Fernverkehr der DB Einzelfahrausweise mit Zugbindung zum deutlich ermäßigten Sparpreis oder Super-Sparpreis. Zugbindung bedeutet, dass Sie im Fernverkehr (nicht aber im Nahverkehr) zwingend einen bestimmten Zug nehmen müssen und auch keinen Spielraum beim Reiseweg haben.
    • Der Flex-Preis der DB gilt zu jeder Uhrzeit am Tage der Gültigkeit und mit Zwischenstopp.[iii] Es gibt keine Zugbindung, allerdings sind Sie auf bestimmte Zuggattungen festgelegt – ein Nahverkehrsticket gilt beispielsweise nicht im ICE. Generell haben ICE-Einzelfahrausweise das höchste Preisniveau, gefolgt vom Intercity, noch kostengünstigster sind die Nahverkehrstickets. Diese Fahrausweise sind der Grund für das hochpreisige Image der Bahn.
      Beim Reiseweg bestehen gewisse Spielräume. So kann auf einer Fahrkarte von Sinzig (Rhein) nach Nürnberg beispielsweise die folgende Angabe stehen: „VIA: BN*K*LM*(F*HU/MZ*DA)*AB*WUE“. Die Fahrt muss über Bonn, Köln, Limburg, Aschaffenburg und Würzburg verlaufen. Ferner gibt es einen bestimmten Gültigkeitskorridor in den Grenzen Frankfurt und Hanau bzw. Mainz und Darmstadt.[iv]
    • Bei anderen Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen haben derartige Fahrausweise andere Begriffe, gängig sind insbesondere „Einzelfahrkarte“ und „Einzelticket“. Für Verkehrsverbünde gelten besondere Regelungen (siehe Kapitel „Verkehrsverbünde„).
    • Flexpreise können Sie mit der BahnCard um 25 oder 50 % ermäßigen, die Sparpreise und Supersparpreise um 25 %. Weitere Informationen zur BahnCard in Kapitel „BahnCard„.

Für jedes der genannten Tickets gibt es detaillierte Konditionen, diese finden Sie bei Interesse dann in den jeweiligen Tarifbestimmungen. Wichtig für Sie ist hier nur der Überblick – zu den Empfehlungen kommen wir dann später.

 

Anmerkungen

[i]         ÖPNV, siehe auch Kapitel „Verkehrsverbünde“.

[ii]        Kurzlink-URL: https://t1p.de/81agr+ (Stand 25.3.2024).

[iii]        Konditionen: Kurzlink-URL https://t1p.de/z4uoa+ (Stand 25.3.2024).

[iv]        Details unter Kurzlink-URL https://t1p.de/r14x+ (Stand 25.3.2024) einschließlich der Entschlüsselung dieser Abkürzungen.

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