Ticketmedium

Früher gab es die kleinen Fahrausweise aus braunem oder weißem Pappkarton, später erstellten Computer mit Nadeldrucker Papierfahrkarten, heute gibt es eine ganze Bandbreite an verschiedenen Fahrausweismedien. Eines ist aber gleich: Auf dem Fahrschein stehen alle wichtigen Angaben, die räumliche und zeitliche Gültigkeit, ggf. eine Verbindung mit Platzreservierung, das verkaufende Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen und ggf. auch die Fahrtstrecke und evtl. auch der Preis. Viele Fahrausweise sind personalisiert, d. h. darauf stehen der Name und ggf. weitere persönliche Angaben.

Eine wesentlich größere Rolle als früher spielt die Fälschungssicherheit. Ein Fahrausweis ist bares Geld wert – je nach Fahrausweistyp geht der Wert hoch bis zu mehreren Tausend Euro für eine BC 100. Dementsprechend werden Fahrausweise heutzutage sehr stark gesichert – sichtbar wie auch unsichtbar.

  • Papierfahrschein: Diesen modernen Klassiker erhalten Sie vom Automaten oder im personalbedienten Verkauf. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Formaten und Farben, in der Regel handelt es sich um ein Spezialpapier mit mehreren Sicherheitsmerkmalen, die der Fälschungssicherheit dienen.
  • Wer sein Ticket selbst ausdruckt, besitzt zwar auch einen Papierfahrschein mit Sicherheitsmerkmalen, doch handelt es sich hier um ein Onlineticket. Auf diesem stehen ähnliche Angaben wie auf dem Papierfahrschein, allerdings oft noch etwas ausführlicher. Eins von mehreren Sicherheitsmerkmalen ist ein Code, der vom Personal mit einem Prüfgerät ausgelesen wird. In diesem sind die Ticketmerkmale hinterlegt. Ein Identifikationsmedium wie der Personalausweis oder eine wie auch immer geartete Kundenkarte ist zwingend erforderlich.[i]
  • Das Handyticket spielt eine sehr große Rolle im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Sie können es mit dem DB Navigator erwerben und anzeigen, das Prüfpersonal scannt den Barcode ein bzw. nutzt die NFC-Technik zum Datentransfer. Vergleichbare Handytickets bieten die meisten Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen und Verkehrsverbünde inzwischen auch an. Auch hier ist ein Identifikationsmedium unumgänglich.
  • Plastikkarten werden häufig im Zeitkartenbereich in Verkehrsverbünden verwendet. Sie sehen aus wie die Chipkarten beim E-Ticket, haben aber nicht deren Funktionalität. Als Fälschungsschutz dient dabei u. a. das Passfoto.
  • Das E-Ticket kommt vorwiegend in Verkehrsverbünden zum Einsatz und findet zunehmend stärkere Verbreitung. Je nach Ausbaustufe wird das jeweilige Ticket auf einer beschreibbaren Chipkarte oder auf einem NFC-fähigen Handy hinterlegt, alternativ checkt man damit im Fahrzeug ein und wieder aus. Damit verbunden sind viele Möglichkeiten und handfeste Vorteile der Preisgestaltung und der Abrechnung wie Rabatt- und Guthabensysteme, automatische Preisermittlung ohne Tarifkenntnisse und Bestpreis-Abrechnung.[ii] 

    Hinter dem Gesamtverfahren steht das E-Ticket Deutschland. In diesem Bereich ist derzeit der größte Wandel zu erkennen, die Möglichkeiten, damit in Deutschland zu fahren, erweitern und verändern sich ständig. Auch die Begrifflichkeiten sind in einem ständigen Fluss. Hier lohnt es sich nachzuforschen, ob Ihr Verkehrsverbund und die vertretenen Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen diese Möglichkeit anbieten.[iii] Nachteilig ist beim E-Ticket am ehesten, dass das jeweils abgespeicherte Ticket nicht sichtbar ist.[iv]

 

Anmerkungen

[i]         Das geforderte Identifikationsmedium kann sich ändern oder kann je nach Anbieter auch ausgewählt werden – achten Sie beim Kauf auf den entsprechenden Hinweis.

[iii]        Erklärungsfilme finden Sie unter https://www.youtube.com/@eTicketDeutschland oder https://www.eticket-deutschland.de/ticketing.

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