Die Grenzen des Kursbuchs

So umfassend die Informationen im Kursbuch auch sind, doch bei den folgenden vier Aspekten enden die Vorteile dieses Mediums:

  1. Der Fernverkehr ist aus dem Kursbuch der Deutschen Bahn teilweise verschwunden. Früher gab es einen ganz eigenen Teil, der ausschließlich dem Fernverkehr gewidmet war – sowohl national als auch international. Heute (2024) sind nur noch einzelne  Tabellen abrufbar, so z.B. 771. Fv für Mannheim–Stuttgart, 900.1 München–Fulda/Aschaffenburg und 980.1 München–Stuttgart. Im Kursbuch von Bayern finden sich ebenfalls noch einige Tabellen, alternativ ist für diesen Zweck auch das Kursbuch „European Rail Timetable“ nutzbar.
  2. Sobald die Reiseplanung über eine Kursbuchstrecke hinausgeht, wird es umständlich, weil man die ganze Zeit blättern und sich Zahlen und Züge merken oder notieren muss. Hier ist die elektronische Auskunft deutlilch überlegen.
  3. Es gibt im Kursbuch gelegentlich sehr komplizierte Fußnoten in Bezug auf die Verkehrstage. Beispielsweise: „9. Jun bis 17. Sep; nicht 11. bis 13. Jun, 18. bis 20. Jun, 25. bis 27. Jun; auch 20. Sep bis 14. Dez Mo, Fr – So; nicht 3., 8., 10., 15., 17., 22., 24., 29. Nov, 1., 6., 8., 13. Dez; auch 2., 3., 31. Okt, 5. bis 7. Nov, 12. bis 14. Nov, 19. bis 21. Nov, 26. bis 28. Nov, 3. Bis 5. Dez, 10. bis 12. Dez.“[i] Auch hier ist die Online-Auskunft das Mittel der Wahl.
  4. Das Kursbuch ist wie jedes gedruckte Medium von diesem Umfang nicht vollständig aktuell. Es enthält den Jahresfahrplan, doch die meisten Baustellen und nachträgliche Änderungen sind nicht abgebildet.

 

Anmerkung

[i]         Fußnote 9 aus der Kursbuchstrecke 470 Koblenz–Köln, Fahrplanabschnitt bis 14.12.2019. URL: http://kursbuch.bahn.de/hafas/kbview.exe (Stand 20.6.2019).

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