Verkehrslinienplan München

Der Verkehrslinienplan Stadt München des Münchner Verkehrs-Verbunds (MVV) unterscheidet sich grundlegend von den beiden vorherigen aus Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg: Der Linienverlauf ist nicht schematisch, sondern maßstabsgetreu und hat als Kartengrundlage den Stadtplan. Somit können Sie im Gegensatz zu den anderen Plänen die Entfernungen besser abschätzen und die genaue Lage der Haltestellen zueinander, Sie können die Linien aber auch in Zusammenhang mit bestimmten Bauwerken, Parks oder Gewässern bringen.

Auf der anderen Seite birgt ein solcher Plan eine derartige Fülle an Informationen, dass er auf den ersten Blick weniger übersichtlich zu sein scheint als eine schematische Darstellung. Für die Zwecke des besten Überblicks gibt es im MVV über 20 weitere Pläne, beispielsweise

  • den Schnellbahnnetzplan, auf dem nur die Regional-, U- und S-Bahn dargestellt sind,
  • einen Plan mit dem Tramnetz,
  • einen Nachtlinienplan,
  • verschiedene Tarifpläne,
  • Verkehrslinienpläne für einzelne Gemeinden, Städte und Landkreise.

Nun aber zu den Einzelheiten des Verkehrslinienplans. Wenn Sie einmal den Bereich um Pasing im Westen (links, Kartenmitte) etwas genauer betrachten:

  • Auf den ersten Blick ersichtlich ist das dichte Netz an verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln mit zahlreichen Umsteigemöglichkeiten.
  • Sie erkennen außerdem sehr viele Haltestellen und Bahnhöfe.
  • Die sechs von Westen, Norden und Süden kommenden S-Bahnlinien 1–4, 6 und 8 (dicke grüne Linien) sind auf das weiter im Osten (rechts) liegende Zentrum hin ausgerichtet. Sie sind nur über die Umsteigebahnhöfe Pasing und Laim, nicht aber durch Querverbindungen miteinander verknüpft.
  • Darüber hinaus sind die westlichen Abschnitte der drei U-Bahnlinien U3, 5 und 6 sichtbar, mit dicken blauen Linien markiert.
  • Die Feinverteilung übernehmen die Trambahnlinien 12, 16–21 (rot) und zahlreiche Buslinien. Das Busnetz besteht aus drei Ebenen: Stadtbus, Metro- und Expressbus (dunkelblau, orange, grün-weiß).
  • Die Ausrichtung der Busse und Tram erfolgt auf die U-Bahn und S-Bahn.
  • Als Fahrgast verfügt man über ausgezeichnete Fahrtmöglichkeiten. Jeder Bereich erscheint erschlossen und es gibt sehr viele Knoten, an denen ein Wechsel der Verkehrsmittel und Linien möglich ist.
  • Die Verbindung zwischen Zielen mit dem gleichen Verkehrsmittel hingegen ist manchmal nur mit größeren Umwegen gegeben. Beispiele: Von Großhadern (U6) zum Laimer Platz (U5) geht es nicht auf direktem Wege, sondern nur über die City (nicht im Bild). 35 Minuten braucht man mit der U-Bahn, um diese gut 3 km Luftlinie zurückzulegen. Oder von Langwied (S3) zur Leienfelsstraße (S4), Entfernung Luftlinie 1,1 km, braucht man je nach Wochentag 17 bis 27 Minuten mit der S-Bahn und muss dabei einmal umsteigen (jeweils Fahrplan 2024).
  • Die Bedienungshäufigkeit lässt sich aus diesem Plan nicht ablesen. Beispielsweise ist nicht auf den ersten Blick klar, dass alleine zwischen Laim und Pasing jeden Werktag rund 500 S-Bahnfahrten in beide Richtungen verkehren. Oder gut 320 Fahrten mit der U-Bahn zwischen Holzapfelkreuth und Westpark.
  • Einzelne Detail sind sehr präzise erkennbar: Der große Schlosspark Nymphenburg wird optimal mit der Straßenbahnlinie 17 erschlossen, die am östlichen und nördlichen Rand um den Park führt. Oder die Buslinie 143 verbindet die S-Bahnhöfe Obermenzing (S2) und Langwied (S3), und die Linie 51 die U-Bahnhöfe Laimer Platz (U5) und Holzapfelkreuth (U6).
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