Bahnsteige

Der Bahnsteig ist das Bauwerk, an dem der eigentliche Übergang zum Zug stattfindet. Er ist unter anderem deswegen zwingend nötig, weil ein Einstieg in den Zug aufgrund dessen Höhe ansonsten nicht möglich wäre. Der Bahnsteig stellt aber auch die sichtbare Abgrenzung zum Gefahrenbereich des Gleises dar.

Bahnsteige haben oftmals eine betonierte Oberfläche, sind gepflastert oder geteert, an kleinen Bahnhöfen besteht die Oberfläche manchmal nur aus feinem Schotter. Unterirdische oder vollständig überdachte Bahnsteige bestehen häufig aus polierten Natursteinen. Neue Bahnsteige sind durch Verwendung von Winkelstützmauern sehr massiv ausgeführt, alternativ werden sie industriell vorgefertigt und dann vor Ort eingebaut. Je nach Baujahr gibt es ein Blindenleitsystem im Boden, das zum nächsten Ausgang führt.

Der Bahnsteig ist durch seine unmittelbare Nähe zum Gleisbereich ein Gefahrenbereich. In allen Fällen ist ein oft weiß markierter Sicherheitsstreifen vorhanden, den man erst nach Anhalten des Zuges übertreten darf.

Auf dem Bahnsteig sind, je nach Größe und Bedeutung des Bahnhofs, verschiedene Ausstattungselemente und Serviceeinrichtungen vorhanden.

Sicherheitsstreifen, Blindenleitsystem und Bahnsteigkante sind die optisch und taktil wahrnehmbaren Sicherheits- und Orientierungsmerkmale beim Bau eines neuen Bahnsteigs, hier am Beispiel von Sinzig (Rhein).
Hier einige Bahnsteige im Bahnhof Eichstätt älterer Bauart mit deutlichem Renovierungsbedarf. Gut erkennbar ist der Sicherheitsstreifen.
Im Ausland – hier: Barcelona – sind fest gemauerte Bahnsteige grundsätzlich von vergleichbarer Bauart wie in Deutschland. Auch hier ist der Sicherheitsstreifen deutlich erkennbar.

 

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