Spezielle Bezeichnungen von Bahnsteigen

Der Hausbahnsteig bezeichnet in der Regel Gleis 1: Das Gleis, an dem Sie einsteigen können, ohne vorher durch die Unterführung gehen zu müssen. Oder der Mittelbahnsteig, manchmal auch „Inselbahnsteig“ genannt: Wie der Name vermuten lässt, ist er von zwei Gleisen umgeben. Das heißt, dass Sie ihn in der Regel nur durch die Unterführung erreichen können. Etwas anderes sind die Seitenbahnsteige bei zweigleisigen Strecken: Die Gleise sind in der Mitte und an beiden Seiten liegen die Bahnsteige. Diese sind über Rampen meist relativ leicht erreichbar. Manchmal jedoch kommt man von der einen auf die andere Seite dann durch eine Straßenunterführung oder über einen beschrankten Bahnübergang. Schließlich gilt es noch, den Zwillingsbahnsteig zu erwähnen, der in einigen seltenen Fällen vorkommt. Hier liegen auf beiden Seiten des Gleises Bahnsteige. So etwas gibt es bei drei Stationen der Münchner S-Bahn, wo die Fahrgäste nur auf der linken Seite ein- und auf der rechten aussteigen dürfen, um angesichts des großen Fahrgastandrangs die Aufenthaltszeit des Zuges am Bahnsteig zu verkürzen.

Diese vier Bezeichnungen geben bereits Hinweise darauf, wie Sie zum Bahnsteig kommen können.

Im Bahnhof Hergatz gibt es einen Mittelbahnsteig (Bildmitte) und einen Hausbahnsteig (rechts, an diesem hält gerade der Zug).
Seitenbahnsteige in Marktschorgast (Oberfranken)
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