Planung

Der Bahnbetrieb ist vollständig durchgeplant. Jeder Zug, jeder Meter, jede Sekunde, alle betrieblichen Personale: detailliert geplant. Und alle Bewegungen auf der Strecke und alle Zughalte am Bahnhof sind aufeinander abgestimmt. Das ist sicher einer der ganz wesentlichen Unterschiede zum Auto, wo es keinerlei festen Fahrplan gibt. Jeder Autofahrer, jede Autofahrerin setzt sich ins Auto und ordnet sich im Straßenverkehr ein, sobald zufällig eine passende Lücke da ist. Der weitere Fahrtverlauf beim Auto ist dann ebenso rein zufällig: Der Fahrer bremst, wenn es nötig ist, und beschleunigt, wenn möglich und erlaubt und er Lust dazu hat.

Das Sprichwort „Pünktlich wie die Eisenbahn“ ist nicht umsonst entstanden. Denn wenn alles klappt und keinerlei Störungen auf das System Bahn einwirken, dann funktioniert es wie ein Uhrwerk: Alle Bewegungen greifen ineinander, jeder Zug fährt mit der optimalen – nämlich geplanten – Geschwindigkeit, er muss zu keiner Zeit wegen eines anderen bremsen oder einen schnelleren Zug überholen lassen, und alle Anschlüsse klappen mit der vorgesehenen Umsteigezeit. Dann fließt der Eisenbahnverkehr wie geplant, und auf die Bahn ist absoluter Verlass. Man kann als Fahrgast die Uhr danach stellen.

Bevor jedoch ein Zug auf die Strecke geht, haben im Vorfeld teils jahrelange, intensive Abstimmungs- und Planungsrunden stattgefunden. Die exakte Planung betrifft wirklich jeden Moment und jeden Aspekt einer Zugfahrt, und um die für Sie als Fahrgast wichtigsten Planungsbereiche geht es nun im folgenden Text. Ausgespart bleiben Gesichtspunkte wie die Instandhaltungs- und Abstellungsplanung oder die Investitionsplanung, diese würden diesen Rahmen hier sprengen.

Der Deutschlandtakt (hier der Ausschnitt Nord) auf einer Seite ist ein Beispiel für die detaillierte Planung eines Ziel-Fahrplankonzeptes. Dahinter stehen jahrelange Arbeiten und Abstimmungen.
(Abbildung: Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Webseite https://www.deutschlandtakt.de)

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