Sicherheit (Safety)

Das außerordentlich hohe Sicherheitsniveau der Eisenbahn ist eine ihrer wichtigsten Eigenschaften. Aufgrund der Schienengebundenheit, der Sicherheitsphilosophie „Fail-safe“, der guten Ausbildung des Personals, der ständigen Weiterentwicklung der Sicherheitsnormen, deren strikte Umsetzung und Überwachung ereignen sich in Deutschland nur ganz selten Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kommen. Die entsprechende Unfallstatistik der Bahn im Vergleich zum Auto macht dies deutlich (Quellen: siehe Anmerkungen unten).

Sicherheitsniveau der Schiene im Vergleich zur Straße zwischen 2008 und 2022.

Die Unfälle bei der Bahn, bei denen Menschen zu Schaden kommen, sind fast alles Bahnübergangsunfälle oder finden beim unbefugten Betreten der Bahnanlagen statt. Echte Eisenbahnunfälle schweren Verletzungen oder gar mit Todesfolge kommen fast gar nicht vor. Als Fahrgast rechnet man einfach nicht damit, dass man im Zug zu Schaden kommen könnte.

Nun sind die Zahlen oben nicht ganz direkt miteinander vergleichbar, weil die Verkehrsleistung des Autos deutlich höher ist als die der Bahn. Deswegen hier noch die relativen Zahlen, berechnet von der Allianz pro Schiene:

„Im Zehnjahresschnitt von 2013 bis 2022 war das Risiko für Reisende, mit dem Zug tödlich zu verunglücken 53-mal geringer als für Insassen eines Autos. Vergleicht man die Sicherheit von Zug und Auto pro Personenkilometer ist das Risiko einer schweren Verletzung bei jeder Autofahrt gut 140-mal höher als bei einer Bahnfahrt.“

Echte Eisenbahnunfälle mit der Kollision von Fahrzeugen sind in der Regel auf kombinierte Ursachen zurückzuführen, bei dem technisches und menschliches Versagen zusammentreffen. Auch wenn die wenigen Bahnunfälle oft sehr gravierende Folgen haben und dann in den Medien entsprechend öffentlichkeitswirksam behandelt werden, ändert das nichts an der Tatsache, dass Bahnfahren zwar nicht risikolos ist, jedoch in einer wesentlich geringeren Risikodimension liegt als der Straßenverkehr.

 

Anmerkungen

Die Unfallstatistiken stammen aus verschiedenen Quellen. Die für die Bahn vom EBA (Hrsg.): Berichte des Eisenbahn-Bundesamts gemäß Artikel 18 der Richtlinie über Eisenbahnsicherheit in der Gemeinschaft, Jahre 2008 – 2022, jeweils Anhang A 1.2. Bonn 2009ff. Dargestellt sind Schwerverletzte und Todesopfer, Suizide sind hier nicht enthalten.

Die Zahlen für den Autoverkehr stammen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.): Verkehr in Zahlen 2018/2019/2022, S. 157. Dargestellt sind Schwerverletzte und Todesopfer, vergleichbar mit der Schiene.

Nach oben scrollen