Fernverkehr

Der Fernverkehr auf der Schiene ist in Deutschland zum allergrößten Teil in der Hand der DB Fernverkehr AG. Es gibt trotzdem weitere namhafte Unternehmen, die in Deutschland Fernverkehr anbieten. Dazu gehören beispielsweise

  • Eurostar Group (vorher: Thalys International Genossenschaft mbH),
  • SNCF Voyages Deutschland,
  • Österreichische Bundesbahnen-Holding AG oder
  • Flixtrain GmbH,

die Verbindungen anbieten wie Düsseldorf–Köln–Paris im Hochgeschwindigkeitsverkehr oder Nachtreisezüge wie Wien–Hamburg oder Düsseldorf–Innsbruck.[i]

Fernverkehrszüge zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Regel höhere Spitzen- und Durchschnittsgeschwindigkeiten haben als Nahverkehrszüge, sie bieten mehr Service, haben weniger Zwischenhalte und fahren oft weite Strecken. Auch ist die Unterteilung in zwei Klassen Standard.

Die einzelnen Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen bieten ihre Angebote unter bestimmten Zuggattungen, Produktnamen oder Markenbezeichnungen an. Häufig sind diese identisch oder wenigstens verwandt, und zusätzlich sind sie manchmal auch noch deckungsgleich mit dem Fahrzeugtyp. Hier einige Beispiele:

  • ICE[ii] oder InterCityExpress, der Hochgeschwindigkeitszug der DB Fernverkehr AG,
  • in der internationalen Version (von / nach Belgien und Niederlande): ICE International,
  • IC und EC: nationale (Intercity) und internationale (Eurocity) Fernverkehrszüge der DB Fernverkehr AG,
  • TGV[iii]: Train à grande vitesse, der französische Hochgeschwindigkeitszug, der auf einigen Strecken auch in Deutschland (teils) in Kooperation mit DB Fernverkehr AG unterwegs ist,
  • ÖBB Nightjet[iv]: Nachtreisezüge der Österreichischen Bundesbahnen, die inzwischen auf einem weit gespannten Netz verkehren, unter anderem auch in Deutschland,
  • Flixtrain fährt seit 2017 mehrere Strecken in Deutschland.

Allgemein bekannt sind auch die Bezeichnungen Interregio (IR) und D-Zug. Der Interregio war ein Produkt der Deutschen Bahn im Fernverkehr und erschloss die Fernverkehrsrelationen außerhalb des damaligen IC- und ICE-Netzes. Dieses Produkt gab es rund 20 Jahre lang bis 2006 und ist inzwischen durch Intercityzüge im Fernverkehr oder verschiedene Nahverkehrsprodukte ersetzt worden.

Der national und auch international verkehrende D-Zug (Schnellzug oder „Durchgangszug“) war früher wesentlich verbreiteter und ist bis auf wenige Restverbindungen verschwunden und wurde durch ICE- und IC- und EC-Züge ersetzt.

Generell ändern sich die Fernverkehrsunternehmen, deren Namen und deren Produkte und auch die Kooperationen mit anderen Bahnen immer wieder – je nach Erfolg bei den Kunden und strategischer Ausrichtung der Firmen. Vielleicht sind Ihnen schon Namen wie Cisalpino, DB NachtZug, InterConnex, DB AutoZug oder Locomore zu Ohren gekommen: alles Firmen oder/und Produkte, die sich zwischen einem und 20 Jahre auf dem Markt gehalten haben und nun nicht mehr existieren.

 

Anmerkungen

[i]    Weitere Unternehmen, die Fernverkehr auf der Schiene anbieten, sind unter der Kurzlink-URL https://t1p.de/ddgd+ (Stand 5.3.2024) abrufbar.

[ii]    Eine aktuelle Netzgrafik der ICE-, IC- und EC-Züge steht im Internet unter URL https://www.bahn.de/p/view/service/fahrplaene/streckennetz.shtml (Stand 20.2.2020).

[iv]   URL: https://www.nightjet.com/ (Stand 5.3.2024).

[v]    URL: https://www.flixtrain.de/ (Stand 20.2.2020).

Ein TGV im Hauptbahnhof von Frankfurt vor der Abfahrt nach Marseille. Der Zug selbst ist ein französisches Modell, der Betreiber (also: das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen) hingegen in Deutschland die DB Fernverkehr AG.
Eine schnelle Fernverkehrsverbindung, 1.000 km in knapp 8 Stunden.
Ein Doppelstock-Intercity (links im Bild) und ein ICE der DB Fernverkehr AG, beide Züge sind auf innerdeutschen Fernverkehrsrelationen unterwegs.
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