Fernverkehrszüge

Nun geht es um die Fahrzeuge, die zum Teil auch die Marken darstellen, unter denen sie allgemein bekannt sind. Doch zunächst einige allgemeine Informationen rund um Fernverkehrszüge in Deutschland.

Der Fernverkehr in Deutschland nutzt sowohl lokbespannte Züge, Wendezüge als auch Triebzüge. Die lokbespannten Züge haben stark abgenommen, dafür sind die InterCityExpress-Triebzüge dominant.

Die Fahrgäste im Fernverkehr fahren oft zeitlich längere und wesentlich weitere Strecken als im Nahverkehr: Die durchschnittliche Reiseweite lag im Jahre 2022 in Fernverkehrszügen bei rund 314 km, im Nahverkehr bei etwa 21 km.[i]

Das Komfortniveau ist im Fernverkehr höher als im Nahverkehr. So haben alle Züge des Fernverkehrs neben dem Lokführer weiteres (Service-)Personal an Bord. Die Fahrzeuge verfügen grundsätzlich über Sitz- und Stehplätze, doch geht das Konzept davon aus, dass alle Fahrgäste einen Sitzplatz finden. In der Realität ist dies nicht immer und überall der Fall, da im Fernverkehr Deutschlands zwar normalerweise die Möglichkeit, nicht aber die Pflicht zur Reservierung existiert. Der Vorteil: Sie sind als Reisender maximal flexibel. Der Nachteil: Es wird zu bestimmten Zeiten und auf bestimmten Streckenabschnitten überfüllte Züge geben.

Zur besseren Orientierung und zum Auffinden der reservierten Plätze sind die Wagen im Fernverkehr generell außen am Fahrzeug und im Innenraum nummeriert. Auch ist in Kombination mit dem Zuganzeiger am Bahnsteig immer klar, wo sich die Wagen der 1. und 2. Klasse befinden.[ii]

Es gibt in den ICE-Zügen des Fernverkehrs der Deutschen Bahn auch einen Speisewagen oder zumindest ein Bistro, im Intercity werden Kleinigkeiten zum Essen und Getränke am Platz angeboten.

Für das Gepäck sind neben den Gepäckablagen über den Sitzen auch extra Gepäckfächer vorhanden, teils gibt es auch Platz zwischen Sitzgruppen oder direkt an den Türen.

Steckdosen, Displays für die Fahrgastinformation, Toiletten und Klimatisierung sind Standard, WLAN ist im ICE Standard und in den meisten Fernverkehrszügen praktisch aller Anbieter ebenfalls. Nur im grenzüberschreitenden Fernverkehr sind nicht alle Züge damit ausgestattet.

 

Anmerkungen

[i]    Bundesnetzagentur (Hrsg.): Marktuntersuchung Eisenbahn 2023.
Bonn 2023, S. 18.

[ii]    Wer sich einen Überblick verschaffen will, aus welchen Wagen die Fernverkehrszüge der DB bestehen, kann diese Informationen unter URL http://www.grahnert.de/ (Menüpunkt: Wagenreihungen; stand 7.3.2024) nachsehen.

Bis vor wenigen Jahren war auch der Wagenstandanzeiger erforderlich, um sich zu orientieren. Das ist in Deutschland weitgehend Vergangenheit, doch in manchen Bahnen im Ausland ist dieser weiterhin von Bedeutung.

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