Busnotverkehr: Was die Bahn tut

Informieren

Relativ zeitnah wird das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen eine Information zur Verfügung stellen, dass die Strecke gesperrt ist. Bei absehbar längeren Sperrungen wird dann später eine Information kommen, dass versucht wird, einen Busnotverkehr einzurichten. Ggf. gibt es auch Informationen über sonstige Fahrtmöglichkeiten. Im besten Fall gibt es die Information, dass Busse zugesagt und unterwegs sind.

Viel mehr wird das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen und/oder das Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmen zumindest anfangs nicht kommunizieren können, da kein Busfahrplan feststeht. Die üblichen Kommunikationskanäle sind:

  • Durchsagen auf dem Bahnsteig, wo der BNV abfährt;
  • Fahrplanauskunft im Internet;
  • Fahrausweisautomat – sofern mit Echtzeit-Fahrplanauskunft;
  • App des Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmens und des Verkehrsverbunds;
  • Durchsagen im zubringenden Zug.

Ein verlässlicher Busfahrplan wird, wenn die Sperrung so lange dauert, erst Tage später herausgegeben, dann geht der Busnotverkehr in einen geplanten Schienenersatzverkehr über.

 

Organisation des Busnotverkehrs

Das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen bemüht sich, bei absehbar länger dauernden Streckensperrungen oder Zugausfällen schnellstmöglich einen BNV zu organisieren. Dies geschieht ähnlich wie beim Schienenersatzverkehr mit vertraglich gebundenen, örtlichen Busunternehmen. Manchmal kommen auch Taxiunternehmen in Frage.

 

Konzepte entwickeln

Wie beim Schienenersatzverkehr werden bestimmte Standards entwickelt, um den BNV bestmöglich zu organisieren. Dazu gehört in erster Linie, die Lage der Bushaltestellen zu definieren und zu auszuschildern. Es geht auch darum, vertragliche Beziehungen mit Bus- und Taxiunternehmen einzugehen, die möglichst leistungsfähig sind. Idealerweise wird das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen zusammen mit diesen Unternehmen auch Busrouten entlang der Eisenbahnstrecken definieren, die für Busse fahrbar sind, sodass sich die Busfahrer zumindest etwas orientieren können.

Die derzeitigen Aktivitäten des größten Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmens beim Busnotverkehr lassen jedoch hoffen, dass systematische Verbesserungen stattfinden werden. Im Rahmen eines Projektes sollen bei der DB bei der Bereitstellung der Busse und bei der Fahrgastinformation die wesentlichen Defizite durch Standardisierung, Strukturierung und Digitalisierung mittelfristig zumindest abgemildert werden.[i]

 

Anmerkung

[i]         DB Regio AG/DB Systel GmbH (Hrsg.): Mehr Transparenz im Störungsfall – Digitaler Busnotverkehr. Informationsblatt, Stand September 2019.

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