Medizinische Notfälle

Wo so viele Menschen zusammentreffen, wie in der Bahn zur Hauptverkehrszeit, kann es auch sein, dass bei einem Fahrgast gesundheitliche Probleme auftreten. Nicht selten sind die Hauptursachen Schwächeerscheinungen, Übelkeit, Schwindel durch

  • dicht gedrängtes Stehen, Hitze, Sauerstoffmangel zur Hauptverkehrszeit, und
  • morgens ohne Frühstück aus dem Haus und nichts getrunken.

Die Folgen: je nach Art des Vorfalls, Örtlichkeit und Zugdichte hohe Verspätungen bis hin zur Streckensperrung. Ein Notarzteinsatz im Zug zieht in der Regel eine längere Verspätung nach sich, die sich ggf. auf ein ganzes Netz auswirken kann. Im Fernverkehr fährt ein Zug in solchen Fällen so lange weiter, dass er dort ankommt, wo die ärztliche Hilfe eintrifft. Im Nahverkehr kann die Situation anders aussehen – da kann es sein, dass der Zug so lange anhält, bis der Arzt da ist und die Erstversorgung durchgeführt hat.

Aus Sicht der Betriebsstabilität

  • ist jeder vermiedene Notarzteinsatz positiv, indem Sie, situationsabhängig natürlich, einen Sitzplatz und einen Schluck zu trinken anbieten,
  • und jeder Notarzteinsatz am Bahnsteig ist einem im Zug vorzuziehen, indem Sie den Betroffenen an die frische Luft begleiten (wieder natürlich: situationsbedingt).

Nicht jede Übelkeit oder ein Schwindel deutet auf eine lebensgefährliche, akute Erkrankung hin. Und wenn Sie und der Betroffene es einigermaßen einschätzen können, können Sie eine Großstörung mit den beiden o.g. Maßnahmen ggf. verhindern.

Wenn es aber eindeutig ernst ist, findet Erste Hilfe natürlich im Zug statt, und der Lokführer ist umgehend zu kontaktieren.

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