Hintergründe und Zusammenhänge

Letztlich hat ein Haltausfall für Sie als Fahrgast eine ähnliche Bedeutung wie der Teilausfall eines Zuges. Von einem Haltausfall spricht man jedoch eher, wenn nur ein einzelner Bahnhof unterwegs nicht angefahren wird, bei einem Teilausfall eines Zuges sind oft mehrere Bahnhöfe betroffen und der Zug fährt eine kürzere Strecke. Wie auch immer die genaue Definition lautet, ist nicht ganz so wichtig – Sie erreichen Ihr Ziel nur mit zusätzlichem Umsteigen.

Die Ursachen für Haltausfälle sind vielfältig. Baustellen sind der Hauptgrund, jedoch können auch Notarzt- oder Polizeieinsätze, Störungen der Leit- und Sicherungstechnik, Weichendefekte oder ein liegengebliebener Zug mit einem technischen Defekt dazu führen, dass ein Zug nicht wie vorgesehen an allen planmäßigen Bahnhöfen hält. Gelegentlich gibt es auch behördliche Anordnungen, die die zeitweilige Sperrung eines Bahnhofs zur Folge haben, wie beispielsweise der S-Bahnhof München-Hackerbrücke, der gelegentlich zum Münchner Oktoberfest wegen Überfüllung und somit aus Sicherheitsgründen nicht angefahren werden darf.

Wie beim ganzen oder teilweisen Ausfall von Zügen ist die Mehrzahl der Haltausfälle gut planbar, auch wenn sich dadurch die Reise verlängert. Dennoch sind Haltausfälle eine wichtige Größe, mit der Sie rechnen müssen: Im Jahre 2018 sind im Fernverkehr der DB je nach Monat zwischen 1 % und 5 % aller Halte im ICE- und IC-Verkehr ersatzlos ausgefallen, dabei waren zwischen 2 % und 7 % aller Reisenden betroffen.[i] Dies wiederum bedeutet, dass Sie als Fahrgast mit ziemlicher Sicherheit damit rechnen müssen, irgendwann einen Haltausfall zu erleben.

 

Anmerkung

[i]         Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann vom 14. Januar 2019 auf die schriftliche Anfrage des Abgeordneten Torsten Herbst (FDP).
In: Drucksache 19/7138 vom 18.1.2019, Seite 49.

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