Was Sie als Fahrgast bei einem Haltausfall tun können

Maßnahmen vor der Fahrt

Informieren Sie sich vor Ihrer Fahrt, ob Änderungen Ihrer Verbindung zu erwarten sind. Viele Haltausfälle werden in den regulären Jahres- oder Baustellenfahrplan aufgenommen und sind somit über die normale Fahrplanauskunft mit größerem zeitlichen Vorlauf abrufbar.

Und viele ungeplante Ausfälle können Sie, je nach Abfahrtzeit des Zuges und seiner gesamten Fahrtdauer, schon Minuten bis Stunden vor Ihrer Abfahrt aus der Fahrplanauskunft abfragen, weil dort häufig verlässliche Echtzeitinformationen vorliegen und viele dispositive Maßnahmen schon lange vorher getroffen wurden.

Im Zug

  • Auf Informationen achten: Haltausfälle erfahren Sie über Durchsagen im Zug. Fahr- oder Zugbegleitpersonal, manchmal auch die Disponenten, informieren Sie in diesem Fall, welche Möglichkeiten es gibt. Ggf. hilft auch der DB Navigator oder eine vergleichbare App weiter.
  • Wenn die Strecke nicht gesperrt ist: Den nächsten Zug zu Ihrem Zielbahnhof nehmen. Das kann auch ein Zug einer ganz anderen Gattung sein, z. B. eine S-Bahn statt eines ICE, oder ein Zug der gleichen Gattung einen Takt später – je nach Ursache des Haltausfalls. Eine Verspätung ist wahrscheinlich, aber nicht zwangsläufig.
  • Sollte die Strecke für längere Zeit gesperrt sein, ist oder wird normalerweise ein Ersatzverkehr zu Ihrem Zielbahnhof eingerichtet. Damit gehen in der Regel größere Verspätungen einher.

Im Bahnhof

  • Informieren: Unbedingt auf die Ansagen und Anzeigen achten. Haltausfälle werden in aller Regel zuverlässig kommuniziert, und Sie erhalten auch Informationen über mögliche Fahrtalternativen.
  • Wenn es sich um einen länger andauernden Haltausfall handelt, der mehr als nur einen Zug betrifft, fahren Sie mit dem empfohlenen Verkehrsmittel zu dem Bahnhof, an dem Ihr regulärer Zug abfährt. Nachteil: oft recht knapp, vielleicht auch nicht machbar. Vorteil: Sie sitzen im ursprünglich geplanten Zug, was gerade bei Fernverkehrszügen wichtig sein kann.
  • Je nach Ursache des Haltausfalls und insbesondere, wenn nur eine Verbindung betroffen ist, fahren Sie alternativ auch einen Takt später von dem ursprünglichen Bahnhof ab, an dem Sie gerade warten. Nachteil: Verspätung, je nach Taktung wenige Minuten oder auch eine Stunde. Vorteil: kein Umsteigen.

Einen Haltausfall können Sie im Rahmen der Fahrgastrechte geltend machen, sofern damit eine entsprechende Verspätung einhergeht.

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