Fehlende Wagen

Die Anzeige oder Ansage „Fehlende Wagen“ bedeutet:

  1. In einem lokbespannten Wagenzug fehlen ein oder mehrere Wagen.
  2. In einem lokbespannten Zug sind ein oder mehrere Wagen vollständig abgesperrt und somit nicht nutzbar.
  3. In einem Triebzug fehlen ein oder mehrere Wagen.
  4. In einem Zug in Mehrfachtraktion fehlt mindestens ein Triebfahrzeug.

Die Folgen:

  • Es steht weniger Platz zur Verfügung.
  • Reservierungen sind nicht vorhanden oder in einem anderen Wagen.

 

Was Sie tun können

Achten Sie am Bahnsteig auf die Durchsagen. Teils gibt es auch im Fließtext der Monitore Hinweise auf die Situation und welche Empfehlungen das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen gibt.

  • Sie müssen in etlichen Fällen gar nichts tun, da es praktisch keine Auswirkungen gibt, weil die Nachfrage gering ist.
  • Eventuell finden Sie bei Fernverkehrszügen Ihre Reservierung in einem anderen Wagen. Das wird beispielsweise so kommuniziert: „Reservierungen für Wagen 5 heute in Wagen 6“.
  • Wenn es im Zug enger wird, weichen Sie auf einen anderen Wagen der gleichen Klasse aus – ganz vorn oder hinten im Zug ist oft noch Platz.
  • Sollte beispielsweise ein ganzes Triebfahrzeug zur Hauptverkehrszeit fehlen, dann wird es so eng, dass der Zug massiv überfüllt ist. Denken Sie dann über alternative Fahrtmöglichkeiten oder Fahrtabbruch nach.
  • Wenn bei einem Flügelzug der Zugteil fehlen sollte, in dem Sie Ihr Ziel erreichen wollten, gibt es zwei Möglichkeiten: Mit dem „verkehrten“ Zugteil zum Trennungsbahnhof fahren und dort umsteigen (idealerweise steht dort „Ihr“ Zugteil) oder Sie kommen erst mit dem nächsten Zug einen Takt später an. Somit kommt zur Kapazitätsthematik noch die Verspätung hinzu. In der Regel gibt es in solchen Fällen jedoch Durchsagen, Anzeigen oder Hinweise im Internet, die Ihnen die nötige Orientierung geben.

 

Was die Bahn tut

Die Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen versuchen, Ausfälle von Wagen oder Zugteilen nach Kräften zu vermeiden, da dies immer mit Komforteinbußen der Fahrgäste und deutlich erhöhtem Kommunikationsaufwand verbunden ist. Nicht selten sind auch Verspätungen die Folge. Werkstattseitig wird also alles Mögliche getan, die Züge pünktlich betriebsbereit zu bekommen.

In allen Fällen analysiert das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen genau, woran die Ausfälle liegen und setzt entsprechende Maßnahmenpläne auf.

Ferner kommuniziert das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen derartige Einschränkungen und gibt Empfehlungen an die Reisenden. Kommunikationskanäle sind Durchsagen am Bahnsteig, in den Zügen und vorab im Internet oder DB Navigator unter der jeweiligen Verbindung.

 

Hintergründe und Zusammenhänge

Der Grund für fehlende Wagen sind zumeist technische Störungen, die vor der Bildung oder Bereitstellung des Zuges in der Werkstatt nicht mehr behoben werden konnten.

Die Ursache für einen fehlenden Zugteil bei Triebzügen ist, neben technischem Defekt, oft Fahrzeugmangel. Dieser kann beispielsweise durch betriebliche Störungen (z. B. Streckensperrungen) verursacht sein, aber es kann auch aufgrund von Anordnungen des Eisenbahnbundesamts vorkommen, dass Werkstattintervalle verkürzt werden müssen oder zusätzliche Wartungsinhalte abzuarbeiten sind, sodass die gesamte Fahrzeugbedarfsplanung des Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmens nicht mehr aufgeht.

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