TOP 5

Die folgenden fünf Listen mit jeweils fünf Punkten geben Ihnen zusammenfassend die wichtigsten Hinweise, Informationsquellen und Fragestellungen mit auf den Weg. Wenn Sie diese für Ihre Reisen beachten bzw. beantwortet haben, sind Sie für jede Fahrt – mit oder ohne Unregelmäßigkeiten – ausgesprochen gut vorbereitet und können Planabweichungen allermeistens ganz vermeiden oder zumindest gut bewältigen. Einen Teil dieser Themen kennen Sie schon aus dem Abschnitt „Fahren – Vereinfachen und optimal einrichten„.

 

Vorbeugend

  1. Vor der Fahrt über die Betriebslage informieren.
  2. Verspätungsanfällige Zeiten und Strecken meiden.
  3. Direktverbindungen nutzen oder möglichst wenige Umstiege einplanen.
  4. Je nach Wichtigkeit der Fahrt Pufferzeiten einplanen.
  5. Nicht fahren bei Großveranstaltungen (es sei denn, Sie wollen selbst hin), generellem Streik oder lang dauernden, spontanen Streckensperrungen ohne sichere Alternative oder bei angekündigten Extremwetterereignissen mit entsprechenden Reisewarnungen. Hauptreisetage meiden oder dann entgegen der Hauptreiserichtung bzw. in Tagesrandlagen fahren.

 

In der Situation

  1. Die Ruhe bewahren: Wie gravierend ist die Verspätung/der Zugausfall wirklich? Wie sind Sie konkret betroffen? Was können Sie tun? Wen sollten Sie benachrichtigen? Ggf. aus der Situation heraustreten und erst einmal Pause machen.
  2. Verschiedene Informationsquellen nutzen, um die Situation besser einschätzen zu können: Bahnpersonal, DB Navigator, Durchsagen, Monitore, Netzpläne, erfahrene Mitreisende.
  3. Anders fahren: früher, später, andere Zuggattung, andere Strecke, anderes Verkehrsmittel. Nicht unbedingt die nächstbeste Möglichkeit wählen, die auch alle anderen nutzen.
  4. Von der Fahrt zurücktreten: Wenn sich die Verspätungssituation absehbar verschlechtert oder der eigentliche Fahrtanlass entfallen ist.
  5. Fahrgastrechte berücksichtigen: Zugbindung aufheben lassen, von der Fahrt zurücktreten, andere Strecke oder Zuggattung nutzen, alternative Verkehrsmittel in Anspruch nehmen. Oder bewusst Entscheidung treffen, dass Sie auch völlig unabhängig von den Vorgaben der Fahrgastrechte agieren wollen, was zwar ggf. mehr kostet, aber die Situation deutlich verbessert – und hinterher evtl. beim Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen Kulanz einfordern, auch wenn Erfolg nicht garantiert ist.

 

Strategische Fragestellungen

  1. Kennen Sie Ihre Bedürfnisse und Ihre Motivation in Bezug auf Ihre Mobilität? Was genau ist für Sie wichtig, wenn Sie unterwegs sind?
  2. Wohnen Sie am richtigen Ort, um für Ihre Bedürfnisse optimal in einer hohen Qualität (z. B. flexibel, sicher, staufrei) mobil zu sein?
  3. Befindet sich Ihr Arbeitsplatz am richtigen Ort, um diesen optimal in einer hohen Qualität zu erreichen?
  4. Nutzen Sie die richtige Fahrkarte, um flexibel (Zugalternativen) und in einer hohen Qualität (z. B. nicht überfüllte Züge) unterwegs zu sein?
  5. Verfügen Sie über alle notwendigen Informationsmittel, um Ihre Mobilität möglichst selbstbestimmt zu gestalten?

 

Die besten Informationsquellen

  1. Welche digitalen Informationsmedien sind für Sie besonders geeignet? DB Navigator, Verbund-App, App Ihres Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmens, bestimmte Internetseiten?
  2. Welche Printmedien helfen Ihnen? Landkarte, Netz- und Abfahrtsplan?
  3. Woher beziehen Sie Informationen über Baustellen, Unregelmäßigkeiten, betriebliche Änderungen, spezielle Einzelfragen? Baustellen-Newsletter, Streckenagent, Kundencenter, Aushänge, Flyer?
  4. Was sind Ihre wichtigsten Websites, um an Informationen über Ihren Verkehrsverbund, Ihr Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen, Ihren Aufgabenträger, die Lage der Bahnhöfe und den Verlauf von Eisenbahnlinien zu kommen?
  5. Kennen Sie die Fahrgastrechte, haben Sie das entsprechende Formular zur Hand und bereits einmal ausgefüllt im PC abgespeichert?

 

Für eine angenehme Reise

  1. Essen und Trinken;
  2. Unterhaltung und Beschäftigung: Lesestoff, Musik, Film, Arbeit;
  3. Bequemlichkeit: Nackenhörnchen, angenehme Kleidung und Schuhwerk;
  4. Schutz vor zu vielen Reizen: Gehörschutz, Schlafmaske;
  5. Gepäck: möglichst wenig und das gut zu tragen – ein kleiner Rucksack, ein kleiner Koffer mit Rollen. Nicht empfehlenswert: zwei Gepäckstücke in den Händen oder/und mit großem, schwerem Rucksack.

(beide Stand 31.5.2020)

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