Zugtüren während der Fahrt geschlossen halten

Die Zugtüren sind während der Fahrt verschlossen und verriegelt und nicht zu öffnen. Dafür sorgt die Technik, eventuell auch zusammen mit dem Personal (siehe dazu auch das Kapitel „Zugtüren und Abfertigung„).

Somit besteht keine Gefahr, während der Fahrt aus einer offenen Tür zu fallen. Dennoch gibt es keine Veranlassung, sich während der Fahrt gegen die Türen zu lehnen oder zu versuchen, diese zu öffnen. Denn in extrem seltenen Fällen sind Fehlfunktionen möglich. Auch Manipulationen wie

  • die Türen am Zugehen hindern,
  • Gegenstände dazwischen klemmen
  • oder dagegen treten

sind nicht angebracht. Der Türbereich ist ein sensibler Bereich, im wahrscheinlichsten Falle wird die Tür durch solche Handlungen zwar nicht aufgehen, aber es ist auch nicht nötig, Gefahr zu provozieren. Und dass durch eine solche Behandlung technische Störungen folgen, ist verständlich.

Allerdings ist es möglich, die Notentriegelung der Türen während der Fahrt oder bei Stillstand des Zuges zu betätigen, die sich direkt neben der Tür befindet. Es folgt eine Notbremsung und die Tür lässt sich öffnen, sobald der Zug steht.

Es ist grundsätzlich nicht erlaubt und auch strafbar, derartige Notfalleinrichtungen, wie auch die Notbremse, aus nichtigen Gründen zu betätigen. Keine Gründe sind insbesondere:

  • im falschen Zug zu sitzen;
  • bei Defekt des Zuges oder Streckensperrung eigenmächtig auszusteigen;
  • Mutprobe;
  • der Lokführer ist versehentlich am Bahnhof vorbeigefahren;
  • medizinischer Notfall im Zug.

Es gibt nur einen triftigen Grund, der dann allerdings weiter gefasst ist: im absoluten Gefahrenfall mit akuter Lebensgefahr wie beispielsweise Feuer an Bord des Zuges.

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