Der Ersatzzug

Ein Ersatzzug wird dann eingesetzt, wenn das planmäßig vorgesehene Fahrzeug beispielsweise umlaufbedingt wegen Verspätung der Vorleistung oder eines technischen Defekts ausgefallen ist. Ersatzzüge stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung, im Gegenteil: Zu Hauptreisezeiten wird es kaum eine Möglichkeit dafür geben, ansonsten sind die Chancen etwas größer. Es ist eher ein glücklicher Umstand, wenn überhaupt eine Zuggarnitur gerade frei ist, um außerplanmäßig einen Zugausfall zu kompensieren.

Für Sie als Fahrgast ist das Einsetzen eines Ersatzzuges in der Regel damit verbunden, dass eine gewisse Verspätung eintritt, bis das Fahrzeug dann am Bahnsteig steht, sofern es sich um einen kurzfristigen Ausfall des eigentlich vorgesehenen Zuges handelt. Normalerweise gibt es dann keine Platzreservierungen, vielleicht auch keine 1. Klasse, und es wird vermutlich auch keine Gastronomie an Bord verfügbar sein.

Denkbar ist auch, dass unterwegs weitere Verzögerungen auftreten, weil das Ersatzfahrzeug nicht über die Fahrdynamik verfügt wie der ursprünglich vorgesehene Zug. So kann beispielsweise ein lokbespannter Intercity, der als Ersatzzug für einen ICE 3 fährt, nicht so schnell beschleunigen und erreicht auch längst nicht dessen Höchstgeschwindigkeit.

Dennoch: Wenn ein Ersatzzug überhaupt eingesetzt wird, ist zumindest das Vorankommen gesichert, und dies ist oft eine bessere Alternative als der vollständige Ausfall einer Verbindung. Nur wenn der Ersatzzug über spürbar zu geringe Platzkapazitäten verfügt, dann kann es vorteilhaft sein, eine Stunde zu warten oder eine andere Strecke zu fahren, sofern diese Möglichkeiten bestehen.

So kann ein Ersatzzug gekennzeichnet sein. Hier wird ein alter Intercitywagen 1. Klasse als Ersatz für einen ICE (2. Klasse) eingesetzt.
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